Ein Kooperationsprojekt von

Der Wunsch, proaktiv auf zukünftige Arbeitsmarktdynamiken reagieren zu können, ist so alt wie die Arbeitsmarktbeobachtung selbst. Die Ungewissheit und Offenheit der Zukunft lässt sich aber nicht auflösen. Keine noch so gute Arbeitsmarktprognose wird den zukünftigen Arbeitsmarkt exakt beschreiben. Die Offenheit der Zukunft verweist aber gleichzeitig auf deren Gestaltbarkeit. Für die proaktive Gestaltung der zukünftigen Arbeitsmarktbedingungen kann die Diskussion einer möglichen Zukunft einen sinnvollen Beitrag leisten.  In Kooperation mit den Industrie- und Handelskammern des Landes Brandenburg hat die WFBB eine Arbeitsmarktprojektion entwickelt, welche den Diskurs über die zukünftige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt empirisch untermauern und damit unterstützen soll. 

Um die inhaltliche Auseinandersetzung mit den dargestellten Informationen zu erleichtern, finden Sie im Glossar die Bedeutung der zentralen Begrifflichkeiten.    

Die Berechnung des Angebotes an Fach- und Arbeitskräften auf dem Brandenburger Arbeitsmarkt stützt sich auf die Bevölkerungsvorausberechnung für das Land Brandenburg. Hierfür werden die alters- und geschlechtsspezifischen Erwerbsquoten der Brandenburger Bevölkerung auf die alters- und geschlechtsspezifische Bevölkerungsvorausberechnung für das Land angewandt. Eine detaillierte Beschreibung der Vorgehensweise finden Sie in dieser Methodenbeschreibung: Angebotsprojektion

Die Schätzung des zukünftigen Bedarfs an Fach- und Arbeitskräften geht von der Annahme stabiler Entwicklungsdynamiken auf dem Brandenburger Arbeitsmarkt aus. Im Ergebnis zeigen diese Projektionen, wie sich die Fach- und Arbeitskräftebedarfe im Jahr 2035 darstellen würden, wenn die Entwicklungsdynamiken der letzten 12 Jahre unverändert in den nächsten 11 Jahren greifen würden. Eine detaillierte Beschreibung der Vorgehensweise finden Sie in dieser Methodenbeschreibung: Nachfrageprojektion.

Auf der Raumebene wird die Arbeitsmarktsituation für das Land Brandenburg sowie die drei IHK-Kammerbezirke des Landes (Ostbrandenburg, Cottbus und Potsdam) dargestellt. Sowohl das Angebot als auch die Nachfrage nach Arbeitskräften sind darin für den Arbeitsmarkt insgesamt als auch in einer Differenzierung nach Stellung im Beruf und berufsspezifischen Angaben abrufbar. 

Neben der vorliegenden Arbeitsmarktprojektion liegen für das Land Brandenburg insgesamt auch Ergebnisse des QuBe-Projektes des Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des Bundesinstituts für Berufsbildungsforschung (BIBB) vor.  

Inhaltlicher Kern der Arbeitsmarktprojektion ist die Fortschreibung der Beschäftigungsentwicklung aus der Vergangenheit für die Nachfrage nach Arbeitskräften und die Ableitung des Angebotes an Arbeitskräften aus der Bevölkerungsprojektion. Die Ergebnisse stellen eine zukünftige Arbeitsmarktlage dar, wenn der Bedarf an Beschäftigten weiter so wächst wie in den letzten Jahren und auf ein demografisch begrenztes Arbeitsangebot trifft. Die Arbeits- und Fachkräftelücken darin sind nur eingeschränkt als reale Lücken zu interpretieren, vielmehr sind sie der Bedarf an zusätzlichen Arbeitskräften, um ein Beschäftigungswachstum wie bisher zu ermöglichen. Die vorliegenden Ergebnisse sind mit Unsicherheit behaftet. In einem Diskussionsprozess mit Arbeitsmarktexperten für das Land Brandenburg sind daher vielzählige Kommentare und Anmerkungen zu den vorliegenden Ergebnissen entstanden. Die Kommentare und Anmerkungen sind auf dieser Seite grau hinterlegt und zeigen, dass die Arbeitsmarktprojektion nur in der kritischen Auseinandersetzung sinnvoll ist.

Erwerbspersonenangebot und -nachfrage
Erwerbspersonenangebot und -nachfrage nach Stellung im Beruf
Beschäftigtenangebot nach Berufshauptgruppen
Beschäftigtennachfrage nach Berufshauptgruppen
Abgleich von Angebot und Nachfrage nach Berufshauptgruppen
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